Sinfoniekonzert

Sonntag, 01. Juli 2018, 11 Uhr im Kulturpalast Dresden

Programm:

Mieczysław Weinberg: Sinfonie Nr. 3 op. 45 (1949/50, rev. 1959)

Jon Lord: Concerto for Group and Orchestra

„Aufbruch“ im Kulturpalast – Universitätsorchester Dresden spielt Weinberg und Lord

Das Universitätsorchester Dresden hat in diesem Sommer Großes vor – im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Sommerkonzert am 1. Juli 2018, 11 Uhr, werden die sinfonische und die kammerphilharmonische Besetzung zu einem riesigen Orchester verschmelzen. Rund 100 Musiker werden zum ersten Mal im neuen Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes spielen. Dazu kommt eine junge Rockband mit Studierenden der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden. Unter dem Titel „Aufbruch“ erklingen zwei Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise für etwas Neues stehen: in einer deutschen Erstaufführung Mieczysław Weinbergs Sinfonie Nr. 3 und Jon Lords Konzert für Band und Orchester.

Mieczysław Weinberg (1919 – 1996) ist hierzulande wenig bekannt – völlig zu Unrecht, wie die umjubelte Aufführung seiner Oper „Die Passagierin“ in der Dresdner Semperoper im vergangenen Jahr zeigte. Das Universitätsorchester bringt nun – in Deutschland zum ersten Mal überhaupt – Weinbergs Sinfonie Nr. 3 aus dem Jahr 1949 in auf die Bühne. Der in Polen geborene Komponist musste miterleben, wie seine gesamte Familie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Seine Flucht in die Sowjetunion 1939 war sein Aufbruch in eine bessere Zukunft. Weinbergs Werke sind Trauerarbeit und schildern häufig die Tragik von Krieg und Verfolgung. Seine Kompositionen sind transparent, eingängig und dabei von großer musikalischer Tiefe.

Der Engländer Jon Lord (1941 – 2012), Gründungsmitglied von Deep Purple, hat 1969 mit seinem „Concerto for Group and Orchestra” für einen Aufbruch der ganz anderen Art gesorgt. Er gilt als Wegbereiter für die Verbindung von Klassik und Rock und stellt die Trennung in ernste Musik und Unterhaltungsmusik – sogenannte E- und U-Musik – auf den Prüfstand. Die Uraufführung in der Londoner Royal Albert Hall mit Deep Purple und dem Royal Philharmonic Orchestra trug den Titel „The best of both worlds“ und ist bis heute legendär.

„Dieses Konzert ist für die Musiker des Universitätsorchesters in vielerlei Hinsicht besonders“, sagt der Künstlerische Leiter Filip Paluchowski. „Das Verschmelzen beider Ensembles zu einem großen Orchester stellt uns vor neue Herausforderungen, die wir mit Respekt und noch größerer Freude annehmen. Der Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes ermöglicht dank seiner Akustik ganz neue Feinheiten und erlaubt es, noch mehr in die Extreme und Details des Musizierens zu gehen.“

Karten sind demnächst im Kulturpalast und in den eventim Vorverkaufsstellen, sowie online erhältlich.

Vorverkauf: 17 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Abendkasse: 19 Euro (ermäßigt 9 Euro)